Einfamilienhaus inmitten einer Siedlung im Münchener Osten aus den 50er Jahren.

Flexibilität als Zukunftsthema im Einfamilienhaus. Was passiert später nach dem Auszug der Kinder?  Die Entwurfslösung besteht aus einer kleinen Wandscheibe, die ohne großen Aufwand das Haus in zwei autarke Einheiten aufteilt. Alles ist vorhanden – sogar zwei Eingangstüren. Komplexität und Einfachheit sind hier kein Widerspruch. Raumabschließende Einbaumöbel bieten viel Stauraum und ergänzen die Raumwirkung.

 

Zu der zeitgenössischen Reduktion des Gebäudes kontrastieren die Metrofliesen und Zementfliesen des Bades und der Küche. Alle Leitungen in den Bädern wurden in Kupfer auf Putz verlegt und werden so selbst zum Objekt.

 

Das Haus liegt inmitten einer Siedlung im Münchener Osten aus den 50er Jahren. Das typische Siedlungshäuschen musste dem Neubau weichen, der sich aber an der Typologie des Bestandes orientiert und die luftige Gartenstadtdichte bewahrt.

 

Unaufgeregt steht es neben seinen Nachbarn. Entsprechend der Ausblicke und des Lichtes gibt es auf den Giebelseiten viele Öffnungen, wogegen die seitlichen Fassaden maximal geschlossen sind. Nur eine Dachterrasse lässt Ausblicke gen Himmel zu.

 

Fotos Florian Holzherr