Einfamilienhaus in der Gartenstadt Trudering.

Gartenstadt Trudering im Osten Münchens. Um die dort typische luftige Bebauungsdichte zu bewahren, wurde das Gebäude bewußt im hinteren Teil des Grundstücks platziert. So bleibt gleichzeitig möglichst viel Südwestgarten erhalten. Die schmale und zurückhaltende Giebelfassade drängt sich nicht auf und läßt die wahre Größe des Einfamilienhauses offen. Große Gärten und ein direkt angrenzender Spielplatz umgeben das Haus mit viel Grün, das darauf mit einer reduzierten naturgrauen Holzfassade reagiert.

 

Eine Zäsur erfährt der kompakte Baukörper im Obergeschoss nach Südwesten. Dort reagiert er auf eine Senke in den Baumwipfeln im angrenzenden Spielplatz mit einem Volumenausschnitt. Der dort platzierte Wellnessbreich des Hauses mit integrierter Sauna und Terrasse bleibt trotz seiner Lage nicht einsehbar, jedoch hell aufgrund der Höhe.

 

Im Inneren des Hauses zeigt sich ein Konzept mit verschiedenen Ebenen, das auf die jeweilige Nutzung des Raumes reagiert. Die Kinderzimmer im Dachgeschoss besitzen einen Höhensprung, der sich aus einer niedrigeren Raumhöhe der darunter im Obergeschoss liegenden Sauna und dem Ankleidezimmer sowie dem nicht ganz zweigeschossigen Luftraum im Wohnzimmer ergibt. Dadurch erhalten sie eine spielerische Aufteilung in eine Schlafebene und eine Spielebene. Auch das Erdgeschoss ist in zwei Höhenebenen gestaffelt. Im hohen Bereich, zurückgezogen vom Gartenniveau, befindet sich das Wohnzimmer, das mit der im Raumvolumen hängenden Treppe, ein unerwartetes Raumerlebnis in der Vertikalen bietet. Die höhere Ebene ermöglicht dadurch eine großzügige Raumhöhe in der Einliegerwohnung im Untergeschoss. Der Koch- und Essbereich liegt auf Gartenniveau und öffnet sich großzügig zu den davor liegenden Terrassen.

 

Im gesamten Haus wurden bewußt helle und natürliche Materialien verbaut, um die Offenheit zu unterstützen. Dieses Konzept findet sich auch im Wellnessbereich im Obergeschoss wieder, das in seiner individuell geplanten Art dem Charakter des Hauses entspricht.

 

Fotos Florian Holzherr